1622 - Zelkinger
Das "Neue Schloss" wurde 1622 bis 1630 von Christoph Wilhelm aus dem kunstsinnigen Geschlecht der Freiherren von Zelking an der Stelle gebaut, wo früher der Maissauer Hof und Häuser von Weinhauern standen. Der Architekt war wahrscheinlich der in Krems ansässige Comaske Cipriano Biasino, der auch die Kremser Pfarrkirche erbaute.
Durch Heirat gelangte der Besitz 1634 an Heinrich von Zinzendorf und Pottendorf.
1663 - Zinzendorfer
Die Grafen von Zinzendorf und Pottendorf waren ein uraltes Niederösterreichisches Geschlecht, das, wie fast der gesamte Adel in Niederösterreich, zum Protestantismus übergetreten war. Im Zuge der Gegenreformation verließen diese Geschlechter ihre alte Heimat und auch die Zinzendorfs fanden eine neue Heimat in Dresden.
Ein Enkel, Nikolaus Ludwig, wurde der Begründer der Herrenhuter Gesellschaft, die heute noch weltweit tätig ist.
1663 verkauften sie das Schloss an Conrad Balthasar, Graf von Starhemberg.
1683 - Starhembergs
Im Gegensatz zu den früheren Besitzern, diente das Schloss nicht als Wohnsitz der Starhembergs, sondern wurde nur bei Besuchen des Weinguts und anlässlich der Jagd gelegentlich benutzt. Herausragendes Ereignis war der September 1683, wo Kaiser Leopold I, der mit einer kleinen Flotille bei Dürnstein lag und im Schloss wohnte, die Nachricht von der Türkenbefreiung Wiens erhielt.
1937 - Familie Thiery
1937 kaufte Raimund Thiery das Schloss von Ernst Rüdiger von Starhemberg. Der von ihm begonnene Umbau zu einem Hotel wurde von seinem Sohn Johann Thiery und dessen Gattin Rosemarie, den heutigen Seniorchefs fortgeführt. Jahr für Jahr wurde umgebaut, erweitert und verschönert, und es vergeht nach wie vor fast kein Winter, in dem nicht renoviert wird.
Der Sohn Johannes Christian Thiery hat die Geschäftsführung übernommen und leitet gemeinsam mit seiner Schwester Maria-Katharina Thiery-Schroll den Betrieb.